Wiederbelebung des Weinanbaus auf Mallorca
Mit Mallorca verbindet man im ersten Augenblick nicht unbedingt gute Weine. Dabei wurden hier schon in der Antike Weine angebaut. Einer der auf der Insel angebauten Weine ist der Callet. Er kommt mit wenig Wasser aus, braucht dafür aber umso mehr Pflege. Die Trauben an ein und demselben Stock sind nie gleichzeitig reif. Während die eine noch grün ist ist, kann die benachbarte Rebe schon überreif sein. Daher muss er auch mehrmals geerntet werden.
Auswanderungswelle wegen der Reblaus
Dies wird ein Grund gewesen sein, warum die EU ihn los werden wollte. Seine Beliebtheit unter Weinkennern ist jedoch ungebrochen. Mallorca erlebt gerade eine Art Renaissance im Weinanbau. Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte die Erfolgsgeschichte des mallorquinischen Exportguts einen Niederschlag. Die Reblaus, über Amerika nach Frankreich gelangt, machte sich erst über die französischen Weinfelder her. Doch dann schaffte sie es auch auf die Baleareninsel, was zur Folge hatte, dass eine regelrechte Auswanderungswelle der vom Weinbau abhängigen Personen erfolgte.
0,8 Promille des spanischen Weins stammen aus Mallorca
Auf den Feldern wurden dann Mandelbäume und die als minderwertig geltende Amerikarebe angepflanzt. Erst in den 80er Jahren erfolgte dann wieder ein Aufschwung. Neben heimischen Sorten bezog man in den Anbau andere Sorten mit ein. Statt auf Quantität wird wird auf Qualität gesetzt. Zwar macht der mallorquinische Wein nur 0,8% Promille der spanischen Produktion aus, dafür kann er aber in der Oberen Liga mitspielen. Jährlich werden etwa 37.000 Hektoliter aus dem fruchtbaren Boden gewonnen. Zentrum des Weinanbaus ist Binissalem, welches im Schutze der Sierra de Tramuntana liegt.

