Mallorquinischer Wein
Mallorca kann auf eine lange Weinanbautradition zurückblicken. Sie reicht bis in die Antike zurück. Binissalem kann als Hauptstadt des mallorquinischen Weines bezeichnet werden. Weil im 19. Jahrhundert die von Amerika in Frankreich eingeschleppte Reblaus die Weinproduktion lahm legte, profitierten die mallorquinischen Weinbauern davon. Um die Jahrhundertwende suchte die Reblaus dann auch die Baleareninsel heim. Die fast vollständige Vernichtung der Weinanbauflächen war die Folge.
Qualität statt Quantität
Erst durch die Einführung der als minderwertig geltenden Amerikarebe konnten sich die Bestände ein wenig erholen. Die früher produzierten Weinmengen wurden jedoch nie wieder erreicht. Unter dem Import billiger Lebensmittel vom Festland litt auch der örtliche Weinanbau. Ende der 80er Jahre des vorangegangenen Jahrhunderts begann man sich wieder auf den Anbau von Qualitätsweinen zu konzentrieren. Grund dafür war u.a. die touristische Nachfrage. Nachdem Binissalem als Weinanbaugebiet anerkannt worden ist, stieg die Geschäftstätigkeit in allem, was mit dem Weinanbau zu tun hat, an.
Callet ist eine der auf Mallorca angebauten Rebsorten
Neue Rebsorten wurden gezüchtet, die Anbaumethoden verfeinert und die Zahl der Weinkellereien nahm zu. Der Rotwein wird aus den Traubensorten Callet, Manto Negro und Trempranillo gewonnen, um nur einige zu nennen. Auf den Balearen wurden 2004 laut Landwirtschaftsministerium 9,5 Millionen Euro von den Winzern umgesetzt. Die sich auf 38.000 Hektoliter belaufende Produktion konnte gegenüber dem Vorjahr (2003) um ein Drittel gesteigert werden. Der kalk- und tonhaltige Boden, auf dem angepflanzt wird, besitzt eine gute Drainage, wodurch das Erdreich schnell durchwurzelt werden kann. Dies ist wiederum der Qualität des Weins zuträglich.

